Webinarreihe „Corona – Macht – Ungleichheit“

Corona – Macht – Ungleichheit

Webinare für Multiplikator*innen und Aktivist*innen zu dekolonialen und machtkritischen Perspektiven auf die Auswirkungen von Covid 19 im Globalen Süden

Covid 19 ist eine Pandemie mit globalen Auswirkungen, von der alle auf die eine oder andere Weise betroffen sind – jedoch nicht alle gleich. Vielmehr zeichnet sich ab, dass bereits bestehende Ungerechtigkeiten und Machtverhältnisse sowohl auf globaler als auch lokaler Ebene durch Covid19 verstärkt werden. In dieser Webinarreihe blicken wir mit einem globalen, intersektionalen und machtkritischen Blick auf die Covid-19-Pandemie und den Umgang damit. Grundlage dafür bilden die Stimmen von vier Aktivist*innen im Globalen Süden mit denen wir im Vorhinein Interviews geführt haben. In den Interviews stellen die Aktivist*innen die Situationen dar und zeigen auf, wie für sie Solidarität aus dem Norden aussehen kann. Gemeinsam hören wir Ausschnitte aus den Interviews, tauschen uns dazu auf und disktutieren Transfermöglichkeiten in unsere Praxis.

Wir laden insbesondere Kolleg*innen, Lehrkräfte, Aktivist*innen und Multiplikator*innen ein, die in den Bereichen Globales Lernen, Macht und Ungleichheit aktiv sind. Gemeinsam wollen wir der Frage nachgehen, wie sich die Auswirkungen von Covid 19 aus einer dekolonialen und machtkritischen Perspektive einordnen und in unsere Arbeit und Aktivismus integrieren lassen.

Die Webinarreihe besteht aus zwei Webinaren, die gern auch unabhängig voneinander besucht werden können.

27.10.2020 17-20 Uhr: Frauen und LSBTIQ Personen in Zeiten von Covid-19

Lokal wie auch global sind Frauen und LSBTIQ Personen besonders von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. Exemplarisch befassen wir uns in dem Webinar mit der Situation von Frauen in Bangladesh und LSBTQI in Uganda in Zeiten von Covid-19. Dafür haben wir Interviews mit Nazma Akter, Gewerkschaftsaktivstin und ehemalige Textilarbeiterin aus Bangladesh und Geoffrey Ogwaro, queerer Aktivist bei der „Organisation Sexual Minorities Uganda“ geführt.

24.11. 17-20 Uhr Rassismus und koloniale Kontinuitäten in Zeiten von Covid-19

Französische Ärzte haben im Sommer vorgeschlagen, Corona Impfstoffe in Afrika zu testen. Ausgehend von dieser Aussage blicken wir auf koloniale Kontinuitäten in der pharmakologischen Forschung in afrikanischen Ländern. In dem Interview mit dem Anwalt und Menschenrechtsaktivisten zeigt Karsten Noko aus Simbabwe die kolonialen Kontinuitäten auf und gibt Impulse für eine antikoloniale Antwort darauf. Auch die Situation in Brasilien ist durch koloniale Kontinuitäten durchzogen, besonders Indigene und Schwarze Menschen sind von Covid-19 und der aktuellen Politik betroffen. Um einen intersektionalen Blick zu bekommen, hören wir die Philosophin, Journalistin und Aktivistin Djamila Ribeiro (angefragt) aus Brasilien.

Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung bitte unter info@kribi-kollektiv.de