Interviews

In unseren Interviews sprechen wir mit Menschen aus dem Globalen Süden über Rassismus und koloniale Kontinuitäten.
In jeder Folge sprechen wir mit einer Person aus dem Globalen Süden und erfahren mehr über das Engagement und die Perspektiven dieser Person zu Rassismus und koloniale Kontinuitäten in Zeiten von Covid-19.
Alle Folgen beinhalten eine deutsche Übersetzung.

Watatakalu Yawalapiti ist in der Frauen*bewegung von Xingú im Süden des Amazonasgebiets in Brasilien aktiv. Nachdem sie ihre Aktivitäten innerhalb der feministischen Organisierung indigenen Frauen begonnen hat, ist sie nun in der NGO Terra Indigena Xingú (ATIX) eine der Vertreter*innen der 16 Gemeinschaften, die in der Region leben. Die Region Xingú ist eine der Regionen Brasiliens, die am stärksten von Abholzung, Großbränden und der Covid-19-Pandemie betroffen ist.

Karsten Noko ist studierter Rechtswissenschaftler mit einem Masterabschluss im Bereich Menschenrechte der Universität von Pretoria, Südafrika. Karsten ist in Simbabwe geboren und arbeitete unter anderem im Sudan und in Nigeria für Ärzte ohne Grenzen. Er setzt sich vor allem für ein gerechteres globales Gesundheitssystem ein, wobei er Ungleichheiten zwischen dem Globalen Süden und Norden problematisiert.

Geoffrey Ogwaro ist in Uganda geboren und lebt seit einigen Jahren in Südafrika. Er ist langjähriger Aktivist, der sich für die Rechte von queren Menschen einsetzt. Als Researcher engagiert er sich für die Organisation Sexual Minorities Uganda – SMUG. Geoffrey studierte in Kampala Rechtswissenschaften. Trotz der verschärften Verfolgung von Homosexuellen in Uganda, setzt sich Geoffrey auch öffentlich weiter für LGBTIQ-Rechte ein.

Nazma Akter setzt sich seit ihrer Jugend für die Rechte von Näher*innen ein. Die Näher*innen machen 80% der Arbeiter*innenschaft in der Textilindustrie Bangladeschs aus. Sie selbst fing mit elf Jahren an als Näherin zu arbeiten. Mit der von ihr gegründeten NGO Away Foundation unterstützt sie Frauen in ihren Arbeitskämpfen.